Jetzt doch: Abwassergebühren sinken.

50 interessierte Bürger verfolgten am Donnerstag, dem 09. Februar die Sitzung der Verbandsräte des AZV Pfattertal. Vorgestellt wurde die neue Berechnung durch eine Mitarbeiterin der Firma WTE. Diese Firma war erneut mit der Erstellung der Globalberechnung beauftragt. Nachdem aber nichts erläutert wurde, hätte man sich den kostenträchtigen Auftritt von zwei Firmenmitarbeitern sparen können. 
Erneut hat die Führung des AZV ihre Inkompetenz in Hinblick auf ansetzbare Kosten (Straßenentwässerung) an den Tag gelegt. Als Folge daraus musste das Landratsamt, als Rechtsaufsichtsbehörde, die Kalkulation im Januar erneut verwerfen und auf eine Neuberechnung bestehen.  -  Wer zahlt wohl diese zweimalige Berechnung?
Der Vorsitzende des AZV versuchte die Schuld dem Landratsamt zuzuweisen. Wissenslücken im eigenen Verantwortungsbereich zu suchen, darauf kommt in diesem "System Verbandsversammlung" niemand.
Die "Sonderprüfung" des Landratsamtes, bei der fehlende Kompetenz festgestellt wurde, ist bisher offenbar nicht berücksichtigt worden. 
Interessant war die Frage eines Bürgermeisters, wer für die durch die Neukalkulation entstandenen Einnahmenlücke von rund 5 Millionen Euro aufkommt. - Natürlich die Gemeinden in Form von Umlagen, die ebenso wie die gesetzeswidrig nicht entrichteten Straßenentwässerungbeiträge der Vergangenheit in den Gemeindehaushalten irgendwie untergebracht  werden. Man nennt das dann  z.B. "Investitionsumlage".
Die anwesenden Bürger waren enttäuscht. Berechtigte Fragen aus dem Zuschauerbereich zu den neuen Zahlen  wurden rigoros unterbunden. In den Reihen der Bürgermeister und Verbandsräte herrschte offenbar Einvernehmen darüber, dass zu dem Thema keine Diskussion stattfindet. 
Unser Fazit: "In Mintraching nicht viel Neues."  -  Transparenz sieht anders aus. - Aber die Gebühren sinken
Die BI wird die Berechnungsunterlagen genau prüfen und auch die weitere Gebührenentwicklung in den nächsten Jahren im Auge behalten.
Die Fakten:
Die bereits zugestellten Gebührenbescheide für die Zeiträume 01.06. bis 30.09.2009, und 01.10.1009 - 30.09.2010 sind mit den Gebühren 1,17€ pro m² befestigter Fläche und 3,14€ je m³ Schmutzwasser zu korrigieren. Im noch nicht zugestellte Bescheid für den Zeitraum 01.10.2010 bis 30.09.2011 ist durch den AZV ebenfalls mit diesen Zahlen zu rechnen. 
Ab dem 01.10.2011 bis voraussichtlich 30.09.2015 muss der AZV mit den Gebührensätzen 0,95€ je m² befestigte Fläche und 2,88€ je m³ eingeleitetes Schmutzwasser rechnen. Die Abschlagzahlungen für das 4. Quartal 2011 und folgende sind mit diesen Gebührensätzen zu errechnen.

 

Dies bedeutet für Sie:
Mit Zahlungsziel 15.04.2012 sind folgende Zahlungen fällig: 
  • Ausgleichszahlung für den Zeitraum 01.06.2009 bis 30.09.2010. (Es sind sowohl Gutschriften als auch Nachzahlungen zu erwarten)
  • Jahresabrechnung 2011 (01.10.2010 bis 30.09.2011),
  • Abschlag 4. Quartal 2011 (wird mit der Jahresrechnung 2011 eingezogen.)
  • Abschlag 1. Quartal 2012

 

10.02.2012
 

Unsere Bankverbindung:

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